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Ausbeul-Tipps (Drücken, Zupfen, Licht und mehr)
Anfänger
| Qualitätskontrolle |
Trotzdem geben wir den Autos natürlich einen „letzten Schliff, indem wir die Qualitätskontrolle durchführen und das Auto reinigen und polieren. Die Qualitätskontrolle beinhaltet einerseits die Kontrolle der Reparatur auf dem Blech (sind alle Beulen und Dellen beseitigt, ist alles wieder montiert, wenn wir selber demontieren mussten etc.)
Es kann sein, dass in extremen Fällen ein überaus vorsichtiges Schleifen, eigentlich mehr ein Polieren, angebracht ist. Dabei ist aber zu bedenken, dass die Lackschicht sehr dünn ist und wir deshalb äusserst vorsichtig ans Werk gehen müssen. Unser Prinzip: Dem Kunden sein Fahrzeug im selben oder gar besseren Zustand zu retournieren als so, wie wir es erhalten haben.
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| Arbeitstechniken |
Bei dieser Methode werden die Hageldellen mit Spezialwerkzeugen/Hebeln von der
Rückseite des beschädigten Karosserieteils zurückgeformt. Die Dellen müssen dafür
von der Rückseite/Innenseite des Karosserieteils zugänglich sein. Wenn nötig müssen Montagearbeiten durchgeführt werden. Die komplette Beschreibung dieses
Reparaturverfahrens ist in der „Kalkulationstabelle für nachlackierfreies Ausbeulen“ nachzulesen.
Quelle: Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung.
Egal welche Arbeitstechnik man wählt, das Blech muss immer Betriebstemperatur haben um daran arbeiten zu können. Wenn das Blech zu kalt ist, ist es unbeweglich und „arbeitet nicht mit“. Wenn es zu warm ist, macht es fast „zu sehr mit“ und das Resultat kann nach der Abkühlung unter Umständen wenig befriedigen.
Beginnend vom Zentrum:
Dabei wird vom Zentrum her nach aussen gearbeitet. Das Blech wird vom tiefsten Punkt her „nach oben massiert“. Diese Methode wird am häufigsten angewendet und zwar hauptsächlich bei punktuellen und kleineren Dellen.
Uhr-Methode:
Das Blech wird dem Kreis folgend rundum bearbeitet. Diese Methode wird in der Praxis eher selten angewendet, da die Gefahr besteht, dass am Schluss im Zentrum „ein tiefes Loch“ entsteht. Es ist schwieriger, die Delle wie gewünscht zu bearbeiten, da die Reaktion des Blechs weniger vorhersehbar ist.
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| Nur ein zufriedener Kunde bleibt ein Kunde |
Immer unmissverständlich unterscheiden zwischen Perfektion/ Vordrücken zum Spachteln/Vordrücken zum Lackieren.
Wenn Kunden bei Occasionen eine Reparatur nach dem Motto: “Machen Sie das Ganze einfach etwas besser, nur die grössten Dellen entfernen“ wollen, seien Sie vorsichtig, denn: Wenn die grossen Dellen entfernt sind, werden die mittleren zu grossen, die kleinen zu mittleren etc. Am Besten lassen Sie den Kunden anzeichnen, was er repariert haben will.
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Anfänger
| Klopfen |
"Sowohl beim Drücken wie beim Zupfen kann das zur Anwendung kommen. Wie der Name schon sagt, wird dabei.
Beim Drücken muss ja das Zentrum der Delle zuerst auf die Höhe des Blechs gedrückt werden.
Dabei wird der weiter nach oben gedrückt als das Blech. Hier wird nun der Rand vorsichtig auf die richtige Höhe geklopft. Angewandt wird ein Stift, der sorgfältig gehandhabt werden muss, um den Lack nicht zu verletzen.
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| Vorziehen zum Lackieren |
Kleben und Ziehen:Mit Hilfe von Heißkleber wird eine Verankerung/Zugpunkt/Zugöse in eine Hageldelle geklebt. Anschließend wird mit Hilfe eines Zughammers oder anderen Zugwerkzeugen die Hageldelle herausgezogen und die Fixierung für den Zughammer /Verankerung wieder abgelöst. Dieser Vorgang wird solange wiederholt bis sich ein optisch einwandfreies Ergebnis einstellt.
In den Fällen, bei denen in der zu bearbeitenden Fläche Hageldellen mit einem Durchmesser von größer als 20 Millimeter, das entspricht einer Dellentiefe von größer 0,2 Millimeter vorhanden sind, werden zunächst nur diese Hageldellen mit dem Verfahren Vorziehen zum Lackieren bearbeitet.
Dabei kommt das oben genannte Reparaturverfahren 1.1.2 Kleben und Ziehen Einsatz, wobei die Hageldellen nicht wie oben beschrieben bis zur best möglichen Qualität bearbeitet werden, sondern es für die anschließende Lackierung ausreichend, wenn die Dellen eine maximale Tiefe von 0,2 mm aufweisen. Anschließend wird der komplette Lackaufbau nach Vorgabe der Fahrzeughersteller bzw. Lackhersteller.
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| Zupfen |
Dieses Verfahren wird vor allem da eingesetzt, wo die Zugänglichkeit schlecht ist wie z.B. bei den Dachträgern oder oberhalb von Streben. Das Zupfen wird oft auch angewandt, wenn z. B. auf dem Dach nur wenige Dellen zu beseitigen sind, sodass der Himmel nicht aus- und eingebaut werden muss.
Mit Heissleim werden Rosetten in der passenden Grösse auf die Dellen gesetzt. Nach einer kurzen Zeit des Trocknens und Anziehens des Leims, wird mit dem Zupfer die Rosette gezogen.Dabei ist es sowohl wichtig, die richtige Grösse zu wählen, als auch diese möglichst genau zu zentrieren. Wenn dann auch noch das rechte Mass an Kraft aufgewandt wird, kann die Arbeit in einem Arbeitsgang erfolgreich sein. Sonst muss noch etwas geklopft werden, bis die Arbeit den Stand der Perfektion erreicht hat.
Beim Heissleim liegt der Widerspruch darin, dass er einerseits gut genug halten muss, andererseits aber auch wieder nach getaner Arbeit gut löslich sein sollte. Beim Zupfen ist, auch wenn das Verfahren bisweilen einen recht groben Eindruck macht, sehr viel Gefühl nötig. Wie stark muss ich ziehen, wie schnell, wann und wie lange muss ich den Leim trocknen lassen: Alles Fragen, die sich jeder mit der wachsenden Erfahrung individuell beantwortet. Auch beim meist nachfolgenden Runterklopfen“ ist Vorsicht am Platz, damit das Zentrum nicht ebenfalls nach unten rutscht.
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Anfänger
| Optimale Ausleuchtung |
Optimale Ausleuchtung ist das A und O der Ausbeultechnik. Ohne Licht sind die Dellen und Beulen kaum erkennbar.
Das optimale Licht kann durch verschiedene Arten erzeugt werden. Dies ist eine individuelle Angelegenheit. "Die einfachste jedoch nicht immer die beste Lösung ist das Tageslicht. Es können dadurch schon viele Schäden erkannt werden, wobei z.B. silberfarbene Fahrzeuge bei Sonnenlicht schlicht nicht begutachtet werden können.
Deshalb ist künstliches Licht angebracht, um ein klareres Schadenbild zu erhalten. Eine Möglichkeit ist die gelbe Reflektionstafel. Das gelbe Licht ist sehr angenehm zum Arbeiten und schont die Augen. Die Dellen und Beulen erhalten durch das gelbe Licht eine weiche Form. Die Reflektionstafel ist handlich und sehr beweglich. Das Licht kann durch kleine Handbewegungen direkt auf die zu bearbeitende Stelle fixiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Neonlicht. Dies ist aggressiver und strapaziert die Augen mehr. Die Dellen und Beulen wirken in diesem Licht sehr kantig und abgegrenzt, was vor allem das Zählen vereinfacht. Das Neonlicht wird vor allem mit Stehlampen erzeugt. Diese eignen sich zur Erstellung eines Kostenvoranschlages. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie viel Platz brauchen und nicht sehr handlich sind. Daneben gibt es aber auch Handlampen, die mit hellem Neonlicht betrieben werden.
In der täglichen Praxis wird jeder Anwender seine eigene Philosophie entwickeln. So sieht man gelbes, weisses, rötliches, bläuliches Licht, mit und ohne Abdeckungen, mit Filter, Streuscheiben etc. Wichtig ist einzig, dass Beulen und Dellen erkannt und professionell beseitigt werden können.
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Anfänger
| Arten von Blechverformungen |
Delle
Blech nach innen gebogen
Beule
Blech nach aussen gebogen
Furche
Längliche, kantige Delle
Grate
Längliche, kantige Beule
High Spot
Punktuelle (spitzige) Beule
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Sonstige Werkzeuge
Anfänger
| Reflektionstafel |
Zur Licht-Schatten-Zuführung auf das zu bearbeitende Bauteil.
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| Fensterkeil | Wird zwischen Tür-Aussenseite und Tür-Innenseite platziert um sich den Zugang mit dem Ausbeuleisen zu beschaffen, um eine Delle an der Tür zu reparieren |
| Fensterschutz |
Zur Vermeidung von Kratzern am Fenster und zur Verteilung des Auflagedruckes
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| Teflonkörner spitz |
Zur punktuellen Zurückformung des überstehenden Blechs.
Bsp. High-Spot |
| Teflonkörner stumpf | Zur Zurückformung des grossflächiger überstehenden Blechs. Bsp. Beule |
| Teleskopstütze |
Zur Fixierung der Hauben
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| Spanngummi |
Zur Fixierung der Hauben
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| Kette mit S-Haken |
Zur Erzeugung der Hebelwirkung |
| Textilband |
Zur Erzeugung der Hebelwirkung
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| Drückholz |
Ist ein weiteres Drückwerkzeug. Feiner und grossflächiger als die Drückeisen
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| fix-a-ding-Hammer poliert |
Zur Bearbeitung von Beulen direkt auf dem Blech und für die Bearbeitung mit Teflonkörner
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| Industrieföhn | Zur Erwärmung des Lacks auf Betriebstemperatur |
| Kreiden |
Zur Markierung der Dellen und Beulen
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| Reinigungsmittel/Politur/Poliertuch |
Zur Reinigung des Autos
Bsp. Überreste der Klebesticks |
| Standardwerkzeugsortiment |
Zur Montage und Domontage
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